Einwohnerantrag „Saubere Schulen“ auf den Weg gebracht
Das ist auch eine Wertschätzung

Eltern in ganz Berlin fordern Sofortmaßnahmen für saubere Schulen. Auch im Bezirk machen sich Eltern für mehr Sauberkeit an den Schulen stark und initiierten einen Einwohnerantrag. Die erforderlichen 1500 Unterschriften sind zusammengekommen. Jetzt wurde der Antrag in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht.

Klaus Müller, einer der Unterzeichner, informierte die Bezirksverordneten über die Idee des Antrages. Demnach sollten die Putzkräfte fest an den Schulen arbeiten und beim Bezirk angestellt sein. Das würde zu einer besseren Arbeitsleistung beitragen, zu dem wäre auch die Bezahlung besser. Bisher werden die Schulen nur ungenügend sauber gemacht. Die Putzkräfte arbeiten unter schlechten Bedingungen, begründen die Unterzeichner ihren Antrag. Die Ursache dafür seien Preisdumping und Outsourcing. „Die Reiningungskräfte bekommen viel zu wenig Geld für ihre Arbeit. Teilweise haben sie gerade einmal zwei Minuten, um einen ganzen Klassenraum zu reinigen“, schildert Müller. Außerdem werden die Firmen bei den Ausschreibungen vor allem nach dem Preis ausgewählt. „Den Zuschlag bekommt der billigste Anbieter und nicht der, der seine Arbeitnehmer fair bezahlt.“

In ihrem Antrag fordern die Bürger zum einen Sofortmaßnahmen und zum anderen einen langfristigen Plan für saubere Schulen. Schnellstmöglich soll das Bezirksamt an allen Schulen die Schulreinigung um eine Tagesreinigung ergänzen, die durch beim Bezirk angestellte Reinigungskräfte ausgeführt wird. Das Geld dafür soll in den laufenden Haushalt mit eingeplant oder wenn nötig, beim Senat angefordert werden.

Reinigungskräfte sollen beim Bezirk
angestellt sein

Langfristig sollen die Schulen nur noch von Reinigungskräften geputzt werden, die fest beim Bezirk angestellt sind. „Ab dem Schuljahr 2021/2022 stellt das Bezirksamt die Schulreinigung von Fremd- auf Eigenreinigung um“, heißt es in dem Antrag. Das soll schrittweise passieren, so dass spätestens nach vier Jahren alle Schulreinigungskräfte beim Bezirk angestellt sind.

Klaus Müller macht am Ende deutlich, dass es in erster Linie um Schüler und Lehrer gehe. „Sie haben eine saubere Schule verdient. Das ist auch eine Art der Wertschätzung.“ Dem hatten die Bezirksverordneten offenbar nichts hinzuzufügen. Lediglich Hans-Walter Krause von den Linken äußerte seine Freude über den Antrag.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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