Kein Geld für Blumenschmuck
Bezirksamt muss bei der Grünpflege an vielen Stellen sparen

Es blüht weder am Brunnen noch auf dem Bürgermeisterbalkon | Foto:  Schilp
  • Es blüht weder am Brunnen noch auf dem Bürgermeisterbalkon
  • Foto: Schilp
  • hochgeladen von Susanne Schilp

In den vergangenen Jahren hat es rund um den Rathausbrunnen farbenfroh geblüht, genauso wie auf dem Balkon über dem Haupteingang zum Rathaus. Damit ist in diesem Sommer Essig. Und auch an anderen Stellen mangelt es dem Grünflächenamt an Geld.

Das teilte Umweltstadtrat Jochen Biedermann (Bündnis 90/Die Grünen) bei der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung mit. Die beantragten Haushaltsmittel für Blumenschmuck seien vom Senat nicht genehmigt worden. Deshalb konnte, wie normalerweise üblich, keine Firma mit der Verschönerung des Rathausvorplatzes beauftragt werden. Eigenes Personal stehe für diese Aufgabe nicht zur Verfügung. Nun wuchert um den Brunnen Gras und bietet einen eher tristen Anblick. Eine ganz ähnliche Situation liege am Standesamt an der Blaschkoallee vor, auch dort musste auf Blumenschmuck verzichtet werden, erklärt Biedermann.

Ein wenig anders verhält es sich im Körnerpark, Schulenburgpark und dem Schlosspark Britz. Diese Grünanlagen sind als „hochwertig“ eingestuft. Würden sie nicht intensiv gehegt und gepflegt, verlören sie diesen Status, und es gäbe weniger Budget für sie. Gepfuscht werden kann dabei nicht. Die Parks werden jedes Jahr von Mitgliedern einer sogenannten Clearingstelle, einem Zusammenschluss aller Bezirke und der Senatsumweltverwaltung, kritisch in Augenschein genommen. Deshalb wurden die drei Neuköllner Grünanlagen in diesem Jahr von bezirklichen Gärtnerinnen und Gärtnern mit „Wechselflor“ ausgestattet, einer jahreszeitlich angepassten Bepflanzung.

Trotz der schwierigen Lage sei das Grünflächenamt bemüht, auch andere Grünanlagen und Spielplätze in Ordnung zu halten – so gut das eben gehe, betont der Stadtrat. So gebe es Ruheräume, Rückzugsorte und Schattenoasen „mit einem gärtnerischen Anspruch“ beispielsweise auf Flächen am Wildenbruchplatz, im Rosengarten der Hasenheide, an der Rübelandstraße oder auf dem Friedrichsbrunner Platz. Insgesamt sei der Bezirk wegen des Geldmangels aber gezwungen, den Schwerpunkt ganz klar auf die Verkehrssicherheit zu legen. Auch dabei heißt es aber haushalten. Allein bei der Baumpflege fehlen momentan knapp 350 000 Euro. „Wir unternehmen große Anstrengungen, damit alle Anlagen weiterhin sicher betreten werden können“, so der Stadtrat.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

30 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

Gesundheit und MedizinAnzeige
Schonende Verfahren für Ihre Rückengesundheit werden am 19. März vorgestellt. | Foto: Caritas-Klinik Dominikus

Informationen für Patienten
Minimal-Invasive Wirbelsäulenchirurgie

Leiden Sie unter anhaltenden Rückenschmerzen oder Wirbelsäulenbeschwerden? Moderne minimal-invasive Operationsverfahren ermöglichen eine schonendere Behandlung mit schnelleren Genesungszeiten. Erfahren Sie mehr über innovative Therapiemöglichkeiten bei unserem Infoabend mit Dr. (Univ. Kermanshah) Kamran Yawari, Teamchefarzt des Caritas Wirbelsäulenzentrums. In seinem Vortrag erläutert er die Vorteile minimal-invasiver Wirbelsäulenchirurgie und zeigt auf, wann und für wen diese Methoden sinnvoll...

  • Reinickendorf
  • 18.02.25
  • 247× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Erfahren Sie, welche proktologischen Erkrankungen häufig auftreten, welche Untersuchungsmethoden es gibt und wie moderne Behandlungsmöglichkeiten helfen können.  | Foto: pixel-shot.com, Leonid Yastremskiy

Proktologie: Ende gut, alles gut!

Unser Darm ist mit seinen 5 bis 7 Metern Länge ein wahres Wunderwerk unseres Körpers. Doch wenn es am Ende des Darms zu Erkrankungen kommt, kann das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen – auch wenn man es nicht sieht. Aus Scham werden diese Probleme oft verschwiegen, dabei gibt es in den meisten Fällen gute Behandlungsmöglichkeiten. Wir laden Sie herzlich zu unserem Informationsabend ein! Erfahren Sie, welche proktologischen Erkrankungen häufig auftreten, welche Untersuchungsmethoden es...

  • Reinickendorf
  • 19.02.25
  • 212× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Gallensteine sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Gesundheitsproblem.  | Foto: Caritas-Klinik Dominikus

Patienten fragen
Steine in der Gallenblase – was nun?

Gallensteine sind ein häufiges, aber oft unterschätztes Gesundheitsproblem. Etwa jede fünfte Person in Europa ist betroffen, und fast die Hälfte entwickelt im Laufe des Lebens Beschwerden. Diese äußern sich meist in Form von wiederkehrenden Schmerzen, insbesondere im rechten Oberbauch. In einigen Fällen können Gallensteine zu ernsthaften Komplikationen wie einer Entzündung der Gallenblase führen. Die bevorzugte Therapie bei Beschwerden ist die operative Entfernung der Gallenblase – in der Regel...

  • Reinickendorf
  • 12.02.25
  • 597× gelesen
Gesundheit und MedizinAnzeige
Informieren Sie sich über Intensivmedizin. | Foto: 2022 Tomasz Kuzminski

Infoabend am 11. Februar
Grenzen und Möglichkeiten der Intensivmedizin

Die Intensivmedizin hat erstaunliche Fortschritte gemacht und bietet schwerstkranken Patienten Überlebenschancen, die früher undenkbar waren. Doch wo liegen die Grenzen dieser Hochleistungsmedizin? Welche technischen, personellen und ethischen Herausforderungen gibt es? Besuchen Sie unseren Infoabend mit Priv.-Doz. Dr. Stephan Kurz und erfahren Sie, wie intensivmedizinische Maßnahmen Leben retten, aber auch komplexe Entscheidungen erfordern. Was geschieht, wenn Therapieoptionen ausgeschöpft...

  • Reinickendorf
  • 29.01.25
  • 1.187× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.